Zahnwechsel beim Welpen: Phasen, Warnzeichen und Pflege

Théo Marchand Théo Marchand
14 Min. Lesezeit
Welpe kaut auf einem sicheren Spielzeug während des Zahnwechsels

Wenn ein Welpe plötzlich alles anknabbert – vom Sofakissen bis zum Schnürsenkel – steckt dahinter oft kein „Ungehorsam“, sondern ein ganz normaler Entwicklungsschritt: der Zahnwechsel Welpe. In wenigen Wochen verändert sich das Maul sichtbar, das Zahnfleisch kann empfindlich werden, und manche Jungtiere wirken zeitweise unruhiger oder wählerischer beim Futter. Für Halterinnen und Halter ist diese Phase eine Mischung aus Staunen (weil Zähnchen tatsächlich „verschwinden“) und Sorge (weil Speicheln, Mundgeruch oder kleine Blutspuren irritieren können). Entscheidend ist, typische Abläufe von echten Problemen zu unterscheiden und dem Hund sichere Möglichkeiten zum Kauen zu geben. Wer jetzt klug begleitet, schafft nicht nur Erleichterung im Alltag, sondern legt auch die Basis für langfristige Zahngesundheit Welpen – inklusive Gewöhnung an Maulkontrollen und sanfte Pflege. Ein roter Faden hilft dabei: Der fiktive Labrador-Mix „Milo“ zieht mit 10 Wochen ein, wird mit 15 Wochen zum „Kau-Champion“ und hat mit 6–7 Monaten ein vollständiges Gebiss. Anhand solcher Alltagsszenen lässt sich gut zeigen, was normal ist, welche Zahnwechsel Symptome Welpe erwartbar sind und wann eine Tierärztliche Kontrolle Welpe sinnvoll wird.

Kurz gesagt

  • Start & Dauer: Meist beginnen die Welpen Zahnwechsel Phasen zwischen der 12. und 16. Woche und enden häufig bis zum 7. Lebensmonat.
  • Zahl der Zähne: Aus 28 Milchzähnen werden 42 bleibende Zähne.
  • Typische Beschwerden: Mehr Kauen, Speicheln, leicht gerötetes Zahnfleisch und vorübergehender Mundgeruch zählen zu den häufigen Welpen Zahnwechsel Beschwerden.
  • Praktische Hilfe: Geeignetes Welpen Kauspielzeug, Kühlen und angepasstes Fütterungsmanagement entlasten das Zahnfleisch.
  • Warnsignale: Starke Schmerzen, anhaltende Blutungen, Fieber/hohe Temperatur, deutliches Nicht-Fressen oder „doppelte“ Zahnreihen sind Warnzeichen Zahnwechsel Welpe.
  • Kontrolle lohnt sich: Frühes Erkennen von Zahnwechsel Probleme Welpe (z. B. persistierende Milchzähne) kann spätere Fehlstellungen reduzieren.

Zahnwechsel beim Welpen: Zeitplan, Reihenfolge und was im Maul passiert

Welpe kaut auf einem sicheren Spielzeug während des Zahnwechsels
Beim Zahnwechsel brauchen Welpen sichere Kauartikel und eine ruhige Beobachtung möglicher Warnzeichen.

Welpen kommen ohne sichtbare Zähne zur Welt. Die ersten Milchzähne brechen meist ab der dritten Lebenswoche durch und sind besonders spitz – praktisch fürs Abstillen, aber weniger angenehm für Hände und Hosenbeine. Bis etwa zur 12. Woche hat der junge Hund typischerweise 28 Milchzähne. Danach beginnt der eigentliche Umbau: Die Wurzeln der Milchzähne werden nach und nach abgebaut, die Zähnchen lockern sich und fallen aus, während die bleibenden Zähne nachschieben.

Für viele Familien ist überraschend, dass die ausgefallenen Zähne selten gefunden werden. Oft werden sie beim Spielen verschluckt, was in der Regel unproblematisch ist. Wenn „Milo“ nach dem Toben kurz schmatzt und man nichts im Körbchen findet, ist das häufig schon die ganze Erklärung. Entscheidend ist weniger das Sammeln der Zähne als die Beobachtung, ob die neuen Zähne ausreichend Platz haben und das Zahnfleisch nicht stark entzündet wirkt.

Welpen Zahnwechsel Phasen: Von Milchzähnen zum bleibenden Gebiss

Die Welpen Zahnwechsel Phasen lassen sich grob in drei Abschnitte einteilen. Erstens die Milchzahnphase (bis etwa 12. Woche): Das Gebiss ist vollständig, aber noch „provisorisch“. Zweitens die Wechselphase (häufig ab 12.–16. Woche): Schneidezähne, Fangzähne und Prämolaren werden nach und nach ersetzt. Drittens die Stabilisierung (bis etwa 6.–7. Monat): Das bleibende Gebiss mit 42 Zähnen ist vorhanden und „setzt“ sich im Kiefer.

Es gibt individuelle Unterschiede. Größere Rassen beginnen statistisch teils etwas früher, kleinere Rassen fallen häufiger durch eng stehende Zähne auf, bei denen Milchzähne hartnäckig bleiben können. Das ist kein Grund zur Panik, aber ein Grund, regelmäßiger ins Maul zu schauen – am besten kurz, ruhig und mit Belohnung.

Tabelle: Altersfenster, typische Beobachtungen und sinnvolle Maßnahmen

Alter (ca.) Was passiert im Maul? Was ist häufig normal? Was ist praktisch sinnvoll?
3.–8. Woche Milchzähne brechen durch Mehr Knabbern, empfindliches Zahnfleisch Sanfte Beißalternativen, kurze Maulgewöhnung
8.–12. Woche 28 Milchzähne vollständig „Nadelzähne“, spielerisches Zwicken Beißhemmung trainieren, Hände schützen, Spielzeug anbieten
12.–16. Woche Start Wechselphase Speicheln, leichtes Zahnfleischrot, Kau-Bedürfnis Welpen Kauspielzeug auswählen, Kühlen, Futter anpassen
4.–6. Monat Viele Zähne in Bewegung Kurze Appetitdellen, Mundgeruch, Unruhe Weicher füttern, Maulkontrolle 1–2×/Woche
6.–7. Monat Bleibende Zähne vollständig Zahnfleisch beruhigt sich Welpen Zahnpflege etablieren, Kontrollblick auf Zahnstellung
Expertise Patte Canine • Données 2026

Wer diesen Zeitplan im Kopf hat, kann Gelassenheit entwickeln – und genau darum geht es: beobachten, begleiten, früh reagieren, wenn etwas aus dem Rahmen fällt. Als Nächstes wird es konkret: Welche Zahnwechsel Symptome Welpe sind üblich, und welche wirken nur so „harmlos“?

Zahnwechsel Symptome Welpe: Typische Beschwerden realistisch einordnen

Während des Zahnens kann das Zahnfleisch jucken oder drücken. Viele Welpen kompensieren das instinktiv durch Kauen. Genau hier entstehen Missverständnisse: Das Zerlegen von Kartons oder das Zerren am Teppich wirkt wie „Unfug“, ist aber häufig ein Ventil für den Druck im Kiefer. Bei „Milo“ fällt das besonders abends auf, wenn er nach einem aufregenden Tag schwerer zur Ruhe kommt und stärker an Dingen hängt.

Zu den häufigen Welpen Zahnwechsel Beschwerden zählen außerdem vermehrter Speichelfluss und eine leichte Rötung am Zahnfleischrand. Manche Tiere fressen vorsichtiger, lassen Trockenfutter liegen oder bevorzugen kleinere Portionen. Ein gewisser, vorübergehender Mundgeruch kann entstehen, weil sich in kleinen Entzündungsbereichen Bakterien leichter vermehren. Solange das Tier insgesamt fit wirkt, normal trinkt und kein starkes Krankheitsgefühl zeigt, ist das oft eine Begleiterscheinung.

Was oft normal ist – und warum es passiert

Ein welpentypischer Ablauf: Zuerst werden die Schneidezähne lockerer, später folgen Fangzähne und Backenzähne. Beim Kauen entsteht Reibung, die gelockerte Milchzähne schneller lösen kann. Das ist biologisch sinnvoll. Gleichzeitig kann das Zahnfleisch dadurch kurzfristig empfindlicher werden – ähnlich wie bei Menschen, wenn ein Zahn „arbeitet“.

In dieser Phase ist ein ruhiger Blick ins Maul hilfreich. Kurze Kontrollen von wenigen Sekunden reichen: Sind die Schleimhäute nur leicht gerötet oder stark geschwollen? Gibt es punktuell Blut? Steht ein neuer Zahn schon sichtbar, während der Milchzahn noch fest sitzt? Diese Beobachtungen sind wertvoller als das Suchen nach jedem ausgefallenen Zähnchen.

Praktische Checkliste für zu Hause (ohne Stress)

  • Fressverhalten: Frisst der Welpe insgesamt genug über den Tag, auch wenn einzelne Mahlzeiten kleiner sind?
  • Kauverhalten: Kaut er bevorzugt weich/elastisch statt auf extrem harten Materialien?
  • Zahnfleisch: Leichte Rötung ja, starke Schwellung oder Eiter nein.
  • Geruch: Kurzzeitiger Mundgeruch möglich, „faulig“ und anhaltend abklärungswürdig.
  • Allgemeinbefinden: Spielen, schlafen, trinken – wirkt der Welpe insgesamt wie sonst?

Manchmal werden dem Zahnwechsel auch Symptome zugeschrieben, die nicht automatisch dazugehören. Durchfall oder deutlich erhöhte Temperatur sollten nicht vorschnell als „Zahnen“ abgetan werden, weil parallel auch Infekte oder Futterthemen auftreten können. Genau an dieser Stelle wird die Grenze zur tierärztlichen Abklärung wichtig. Im nächsten Abschnitt geht es deshalb um sichere Entlastung – und um Kauspielzeug, das wirklich hilft, statt Zähne zu gefährden.

Wer die typischen Reaktionen erkennt, kann den Alltag vorausschauend gestalten: Kauen lenken, Reizüberflutung vermeiden und das Maul nicht zusätzlich belasten. Damit rückt die Frage in den Mittelpunkt, welche Materialien für Welpen Kauspielzeug geeignet sind.

Welpen Kauspielzeug im Zahnwechsel: Auswahl, Sicherheit und sinnvolle Kühlung

Gutes Welpen Kauspielzeug ist in der Zahnwechselzeit mehr als Beschäftigung. Es ist ein Werkzeug, um Schmerzen zu lindern, Möbel zu schützen und gleichzeitig „richtiges Kauen“ zu lernen. Der wichtigste Grundsatz lautet: nicht zu hart. Sehr harte Kauartikel (z. B. tragende Knochen, extrem harte Hölzer oder Materialien, die kaum nachgeben) können Zähne beschädigen, vor allem wenn ein Zahn gerade durchbricht oder der Welpe besonders enthusiastisch zubeißt.

Bei „Milo“ hat sich ein einfaches Ritual bewährt: Abends bekommt er etwas zum Kauen, das gekühlt ist. Die Kälte reduziert das Wärmegefühl im entzündeten Gewebe, und das Kauen lenkt ab. Der Effekt ist oft nicht „magisch“, aber spürbar – und die Familie kommt zu einer ruhigeren Abendroutine.

Welche Kauoptionen oft gut funktionieren

Bewährt sind elastische Gummispielzeuge, die sich eindrücken lassen, sowie spezielle Beißringe für Hunde. Auch gefrostete Karotten sind für viele Welpen eine einfache, kostengünstige Option, sofern der Hund sie gut verträgt und unter Aufsicht kaut. Bei essbaren Kauartikeln ist die passende Größe entscheidend, damit keine großen Stücke abgeschluckt werden.

Eine alltagstaugliche Idee ist ein gekühltes Tuch: Ein sauberes Küchentuch leicht anfeuchten, etwas Welpenfutter oder eine dünne Schicht Leckerli darauf verteilen, eindrehen und kurz einfrieren. Der Welpe kann daran knabbern, ohne dass harte Kanten Druckstellen verursachen. Wichtig ist Aufsicht, damit keine langen Stoffstreifen abgerissen und geschluckt werden.

Worauf bei Material, Größe und Nutzung zu achten ist

  • Nachgiebigkeit: Das Spielzeug sollte unter Druck etwas federn.
  • Größe: Lieber zu groß als zu klein, damit nichts verschluckt wird.
  • Hygiene: Regelmäßig reinigen, besonders bei gefüllten Kautoys.
  • Aufsicht: Essbare Kauartikel und Tuch-Ideen nicht unbeaufsichtigt geben.
  • Spielstil anpassen: Starkes Zerren kann schmerzhaft sein; ruhiges Kauen ist besser.

Mini-Fallbeispiel: Wenn „gut gemeint“ zu hart ist

Manche Halter geben in bester Absicht sehr harte Produkte, weil „das doch die Zähne reinigt“. Im Zahnwechsel kann genau das nach hinten losgehen: Ein Welpe beißt auf etwas Unnachgiebiges, rutscht ab, und ein frisch durchgebrochener Zahn bekommt einen feinen Riss. Das muss nicht sofort auffallen, kann aber später Probleme machen. Deshalb lohnt es sich, für diese Wochen auf weichere Alternativen zu setzen und die „Zahnpflege-Klassiker“ erst danach schrittweise einzubauen.

Wenn das passende Kauen steht, folgt der nächste Baustein: Welpen Zahnpflege. Gerade weil während des Zahnwechsels das Zahnfleisch empfindlich ist, braucht Pflege einen besonders sanften, trainingsorientierten Ansatz.

Mit sinnvoller Beschäftigung sinkt nicht nur der Frust, auch die Gewöhnung an Berührungen am Maul wird leichter. Genau darauf baut der nächste Abschnitt auf: Zahnpflege, Fütterung und tägliche Routine ohne Zwang.

Welpen Zahnpflege und Ernährung: Routine aufbauen, ohne das Zahnfleisch zu reizen

Welpen Zahnpflege beginnt nicht erst, wenn Zahnstein sichtbar ist. Die wichtigste „Pflege“ in dieser Lebensphase ist Gewöhnung: Der Welpe lernt, dass Lippen anheben, kurz ins Maul schauen und sanfte Berührung nichts Bedrohliches sind. So wird aus späteren Pflegemaßnahmen kein Ringkampf. Gerade im Zahnwechsel ist das eine Investition in die Zahngesundheit Welpen, weil regelmäßige Kontrollen Fehlstellungen oder Entzündungen früh sichtbar machen können.

Das Ziel ist eine kurze, positive Routine. Zwei bis drei Sätze als Handlungsplan: ruhige Situation wählen, Maul nur kurz berühren, sofort belohnen. Bei „Milo“ klappt das am besten nach dem Spaziergang, wenn die Energie niedriger ist. Eine Minute reicht – wichtiger ist die Regelmäßigkeit.

Zähneputzen: Wann anfangen und wie sanft vorgehen?

Viele Welpen tolerieren zunächst eher einen Fingerling oder eine sehr weiche Bürste als eine „richtige“ Hundezahnbürste. Eine Hundezahnpasta (keine menschliche) kann die Akzeptanz verbessern, weil sie meist nach Leber oder Geflügel schmeckt. In den Wochen mit starkem Zahnfleischreiz ist weniger mehr: lieber nur über die Außenflächen wischen als fest schrubben.

Wenn der Welpe beim Putzen zurückweicht, ist das kein „Scheitern“, sondern ein Trainingssignal. Dann hilft es, einen Schritt zurückzugehen: erst nur Schnauze berühren, dann Lippen anheben, dann kurz einen Zahn antippen. So bleibt die Erfahrung kontrollierbar.

Fütterung im Zahnwechsel: weichere Optionen und Nährstoffblick

Viele Jungtiere fressen Trockenfutter während intensiver Wechselwochen zögerlicher. Praktisch kann sein, das Futter kurz einzuweichen oder temporär auf ein geeignetes Nassfutter umzusteigen, solange die Gesamtration ausgewogen bleibt. Wichtig sind hochwertige Proteine, Mineralstoffe und Vitamine. Kalzium spielt für Knochen und Zähne eine Rolle, sollte aber nicht „auf Verdacht“ hochdosiert ergänzt werden, weil Überversorgung – je nach Rasse und Fütterung – ebenfalls ungünstig sein kann. Bei Unsicherheit ist eine Rücksprache in der Praxis oder mit qualifizierter Ernährungsberatung sinnvoll.

Gefrorene, gut verträgliche Snacks können zusätzlich beschäftigen. Entscheidend ist: nichts geben, was splittert oder zu hart ist. Auch bei „Naturprodukten“ gilt, dass Natürlichkeit nicht automatisch Zahnschonung bedeutet.

Maulkontrolle als Alltagstechnik: kurz, freundlich, effektiv

Einmal pro Woche ein systematischer Blick kann reichen: Schneidezähne, Fangzähne, Backenzähne, Zahnfleischrand. Dabei hilft gutes Licht. Auffälligkeiten können notiert werden, etwa „links oben roter Rand“ oder „ein Zahn steht doppelt“. Diese Notizen sind bei einer Tierärztliche Kontrolle Welpe oft hilfreicher als die Erinnerung aus dem Kopf.

Wenn Pflege und Fütterung zusammenpassen, wird die Zahnwechselzeit deutlich entspannter. Was dann noch fehlt, ist ein klarer Blick auf Risiken: Welche Warnzeichen Zahnwechsel Welpe sollten ernst genommen werden, und welche Gründe sprechen für eine zeitnahe Untersuchung?

Warnzeichen Zahnwechsel Welpe: Probleme erkennen und tierärztlich abklären lassen

Die meisten jungen Hunde kommen gut durch den Zahnwechsel. Trotzdem gibt es Zahnwechsel Probleme Welpe, bei denen Abwarten das Risiko erhöht, dass sich Fehlstellungen verfestigen oder Entzündungen ausbreiten. Hier ist eine klare, medizinisch vorsichtige Haltung sinnvoll: Lieber einmal zu früh kontrollieren als zu spät, vor allem bei kleinen Rassen oder wenn das Maul sehr eng gebaut ist.

Ein klassisches Thema sind persistierende Milchzähne. Dabei bleibt ein Milchzahn stehen, obwohl der bleibende Zahn bereits daneben durchbricht. Dann wirkt es, als hätte der Welpe „zwei Zahnreihen“. Das ist nicht nur ein optisches Kuriosum: Zwischen den Zähnen können sich Futterreste festsetzen, das Zahnfleisch wird gereizt, und der bleibende Zahn kann in eine ungünstige Position gedrängt werden.

Warnzeichen Zahnwechsel Welpe: Diese Situationen sollten zeitnah geprüft werden

  • Deutlich doppelte Zähne (bleibender Zahn sichtbar, Milchzahn bleibt fest stehen).
  • Starke oder anhaltende Blutungen aus dem Maul oder sichtbar verletztes Zahnfleisch.
  • Ausgeprägte Schmerzen (Jaulen beim Fressen, ständiges Pfoten im Maul, starkes Meideverhalten).
  • Futter- und Trinkverweigerung über mehr als kurzzeitig oder deutlicher Gewichtsverlust.
  • Starker, fauliger Mundgeruch, Eiter, auffällige Schwellungen.
  • Allgemeinsymptome wie deutlich erhöhte Temperatur, Mattigkeit oder wiederholter Durchfall – nicht automatisch „nur Zahnen“.

Warum eine Tierärztliche Kontrolle Welpe sinnvoll sein kann

Eine Tierärztliche Kontrolle Welpe bedeutet nicht automatisch Eingriff. Häufig reicht eine kurze Untersuchung, um zu beurteilen, ob noch Zeit bleibt oder ob ein Milchzahn entfernt werden sollte, bevor er die Stellung der bleibenden Zähne beeinflusst. Gerade bei kleinen Hunden kann das frühzeitige Handeln spätere Probleme reduzieren, etwa Druckstellen, Fehlbiss oder chronische Zahnfleischentzündungen.

In der Praxis wird nicht nur gezählt, welche Zähne da sind. Es wird geprüft, ob das Zahnfleisch gesund wirkt, ob Zähne locker oder ungewöhnlich fest sind und wie der Kiefer schließt. Bei Bedarf kann eine weiterführende Diagnostik sinnvoll sein. Für Halter ist wichtig zu wissen: Viele Maßnahmen sind planbar und werden nicht „zwischen Tür und Angel“ entschieden, sondern anhand des individuellen Befunds.

Alltagsszene: Wenn Milo plötzlich nicht mehr kaut

Ein Warnmoment ist auch das Gegenteil des typischen Kauens: Wenn ein Welpe, der sonst gern knabbert, plötzlich gar nichts mehr ins Maul nehmen will, lohnt sich ein genauer Blick. Ursache kann eine schmerzhafte Entzündung oder ein Zahn sein, der ungünstig durchbricht. Eine kurze Kontrolle kann hier schnell Klarheit bringen und unnötiges Leiden verhindern.

Wer Warnzeichen kennt und dennoch gelassen bleibt, trifft bessere Entscheidungen. Zum Abschluss helfen kurze Antworten auf häufige Fragen, die im Familienalltag immer wieder auftauchen.

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Wie lange dauert der Zahnwechsel beim Welpen normalerweise?

Der Zahnwechsel startet häufig zwischen der 12. und 16. Lebenswoche und ist bei vielen Hunden bis zum 6.–7. Lebensmonat abgeschlossen. Individuelle Abweichungen sind möglich, besonders je nach Rasse und Kieferform.

Welche Zahnwechsel Symptome Welpe sind noch im Rahmen?

Typisch sind vermehrtes Kauen, mehr Speichel, leicht gerötetes Zahnfleisch, kurzfristiger Mundgeruch und zeitweise vorsichtigeres Fressen. Entscheidend ist, dass der Welpe insgesamt munter bleibt, trinkt und keine starken Schmerzen zeigt.

Welches Welpen Kauspielzeug ist im Zahnwechsel am sichersten?

Meist eignen sich weiche bis elastische Kautoys (Gummi/Beißringe) und gut verträgliche, gekühlte Snacks wie Karotten unter Aufsicht. Sehr harte Kauartikel (tragende Knochen, extrem harte Hölzer) sind eher ungünstig, weil sie Zähne schädigen können.

Woran erkennt man persistierende Milchzähne?

Wenn ein bleibender Zahn bereits sichtbar durchbricht, der Milchzahn aber daneben fest stehen bleibt, wirkt es wie eine doppelte Zahnreihe. Das kann zu Fehlstellungen und Entzündungen führen und sollte tierärztlich beurteilt werden.

Wann sind Warnzeichen Zahnwechsel Welpe ein Grund für eine tierärztliche Kontrolle?

Bei starken Schmerzen, anhaltenden Blutungen, fauligem Geruch/Eiter, deutlicher Futter- oder Trinkverweigerung, Schwellungen im Maul oder Allgemeinsymptomen wie Mattigkeit und deutlich erhöhter Temperatur ist eine zeitnahe tierärztliche Abklärung sinnvoll.

Théo Marchand

Geschrieben von Théo Marchand

"Vétérinaire conseil diplômé de l’École Nationale Vétérinaire de Toulouse, Théo Marchand relit les contenus santé, nutrition et prévention de Patte Canine. Son rôle : rendre les informations médicales compréhensibles, exactes et prudentes, sans remplacer la consultation vétérinaire."

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